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Die vier Phasen der Gruppenbildung

Orientierungsphase der Gruppenbildung

Diese Phase ist charakterisiert durch ihre Unverbindlichkeit. Eine Anzahl von Personen ist zusammengekommen; da man nicht vertraut miteinander ist und das Gemeinschaftsgefühl fehlt, besteht neben Neugierde auch Angst und Unsicherheit, d. h. man will eine Gemeinschaft bilden, aber man weiß nicht, was auf einen zukommt, man will deshalb nicht viel von sich und seinen Gefühlen preisgeben. Das Verhalten des
Einzelnen wird bestimmt durch Vorerfahrungen mit anderen Gruppen, denen man bereits angehört hat.

Langsam tastet man sich vor und erkundet die anderen, den Gruppenleiter eingeschlossen. Das Vertrauen entwickelt sich nur langsam, man sucht sich zunächst Personen, welche die gleiche Wellenlänge haben, bei den übrigen hält man auf Distanz.

Kampfphase der Gruppenbildung: Konfrontation und Konflikt

Charakteristisch für diese Phase ist der Kampf um die Position in der Gruppe. D. h. die Gruppenmitglieder zeigen mit ihrer Teilnahme die Bereitschaft, sich auf die Gruppe einzulassen, zu investieren und eigene Erwartungen zurückzustellen.

Ein erstes Abklären der Beziehungen untereinander hat stattgefunden (nach Sympathie/Antipathie) jeder will jedoch herausfinden

  • wo er steht
  • ob er akzeptiert wird
  • was von ihm gedacht wird
  • ob und welchen Einfluss er auf andere hat

War in der ersten Phase die Frage, ob die zu machenden Erfahrungen lohnend sind, ein Problem, so treten nun die Probleme um Status, Rang, Verständigung, Entscheidung und Einfluss in den Vordergrund. In diesem Sinne werden alle

Organisierungsphase der Gruppernbildung: Konsensus, Kooperation, Kompromiss

Charakteristisch hier ist das Engagement für die Gruppe und gleichzeitig das Bemühen sich von anderen Gruppen abzugrenzen.

Es hat bzw. es entwickelt sich Vertrauen, man bekennt sich zueinander und zeigt die Stärken und Schwächen offen. Das Verhalten ist familiär geworden, das Wir-Gefühl ist bestimmend. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass die Einzelpersönlichkeit leidet. Gegen neue Mitglieder wehrt man sich, weil dies als eine Störung des familiären Verhältnisses oder als Wiederbeginn der Machkämpfe empfunden wird.

Integrationsphase der Gruppernbildung: Integration von persönlichen Bedürfnissen und Aufgabenanforderungen

Die Gruppe ist selbstsicher und bereit auf Erwartungen der Einzelnen einzugehen und mit den Fähigkeiten aller sinnvoll zu arbeiten. Jedes Gruppenmitglied wird als vielschichtige Persönlichkeit akzeptiert. Das Akzeptieren von persönlichen Bedürfnissen bewirkt Freiheit und die Fähigkeit, Beziehungen und Ereignisse in der Gruppe auf reeller Basis zu realisieren. So werden Entscheidungen nicht mehr gefühlsmäßig, sondern sachbezogen getroffen.

Die Gruppe ist nun nicht mehr mit der Regelung ihrer Interessen beschäftigt und kann jetzt ihr volles Potential entfalten. Sie hat nun eine Gruppenidentität, ein Wir-Gefühl, voll entwickelt. Traditionen haben sich gebildet; das daraus resultierende Sicherheitsgefühl bewirkt, dass nun mehr Interesse an anderen Gruppen entsteht. Sie kann in diesen Stadium neue Mitglieder aufnehmen, ohne dass ihre Stabilität in Gefahr gerät.

Abhängigkeiten in einer Gruppe

Unabhängige Variablen in der Gruppenarbeit

Ob eine Gruppe gut ineinander greift oder nicht hängt zu einem Großteil von den im Schaubild Unabhängigen Variablen ab.