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Motivation und Motivationsformen

Motivation


Der Begriff (oder die Sache) „Motivation“ lässt sich in zwei Grundelemente aufgliedern:

Bedürfnisse: Bedürfnisse sind unterbewusst und entstehen aus einem Mangel an etwas

Antrieb: der Antrieb eines Menschen stellt seinen Willen, seine Zielsetzung-/Erreichung darDer Grund für eine Handlung ist immer ein Bedürfnis. Deshalb haben diese Eigenschaften der Bedürfnisse eine große Bedeutung für die sich daraus ergebenden Motivationen und Handlungen.

Motivation und Motivationsformen

Motivationsformen

primäre Motivation

 
Zu den primären (= angeborenen) Motiven gehören alle für das Überleben des Menschen notwendigen Bedürfnisse, die das physiologische Gleichgewicht aufrechterhalten. Dazu zählen Durst, Hunger, Sauerstoffzufuhr, Ausscheidung, Schmerzvermeidung, Licht und Wärme,…

sekundäre Motivation

 
Die sekundären (=erworbenen) Motive bauen auf den primären Motiven auf. Sie sind Bedürfnisse, die im Laufe der Sozialisation, also der Entwicklung des Menschen im Umgang mit anderen Menschen, erworben und erlernt wurden. Zu ihnen zählen das Bedürfnis nach Sicherheit, nach Anerkennung, nach Kontakt zu anderen Menschen, nach Abwechslung,….

Alle im Zusammenhang mit der Arbeitsmotivation auftretenden Bedürfnisse und/oder Motive sind als ,,gelernt“ anzusehen!

unbewusste Motivation

 
Oft wird angenommen dass wir uns unseres Handelns bewusst sind und als ein rationales Wesen unsere Entscheidungen fällen. Hierzu passt es jedoch nicht, dass wir mitunter Handlungen ausführen, die uns selbst schaden oder für die wir eigentlich keine Erklärung finden können. (z.B. rauchen, zu viel essen, sich betrinken, uns bewusst in Lebensgefahr begeben, …) Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hat daraus unbewusste Motive als Handlungsursache erschlossen. Er sieht einen Großteil menschlichen Handelns durch unbewusste Motive beeinflusst: Motive, die in der Kindheit entstanden sind und deren Existenz dem Erwachsenen verborgen bleibt. Im Arbeitsbereich kommt er häufig zur Rationalisierung „sachfremder “ Motive, da man beispielsweise weder als ,,Prestige“ noch als „machtbesessen“ gelten will. Es handelt sich dabei keineswegs immer um eine bewusste Täuschung, sondern die Menschen glauben selbst an diese vorgeschobenen Motive!

bewusste Motivation

 
Im Gegenteil zu den unbewussten Motiven wissen wir bei den bewussten Motiven genau warum wir diese oder jene Handlung ausführen und welches Ziel wir damit erreichen wollen.

intrinsische Motivation

 
Bei der intrinsischen Motivation spielen vor allem innere Faktoren wie ,,Spaß und Freude an einer Sache haben“, ,,großes Interesse an einer Sache haben“ die entscheidende Rolle. Die intrinsische Arbeitsmotivation wird auch durch die ,,Sinnhaftigkeit der Arbeit“ und die ,,Eigenständigkeit der Arbeit“ bestimmt. Intrinsisch Motivierten geht es – kurz gesagt – um die Arbeit selbst, man tut eine Sache um ihrer selbst willen. Deshalb wird im Zusammenhang mit der Arbeitsmotivation die intrinsische Motivation höher gewertet als die extrinsische Motivation. Sie sei die wirkungsvollere und stabilere Form der Motivation.

extrinsische Motivation

 
Im Gegensatz dazu spielen bei der extrinsischen Motivation äußere Faktoren wie eine Belohnung bekommen, mehr Gehalt bekommen, mehr Anerkennung bekommen, mehr Macht über andere bekommen die entscheidende Rolle. Die extrinsische Arbeitsmotivation wird wesentlich durch die drei Komponenten Entlohnung, soziale Kontakte in der Arbeit und die Möglichkeit der Weiterentwicklung, d.h. Beförderung bestimmt. Extrinsisch Motivierte sind beispielsweise abhängig vom Lob des Vorgesetzen, der Anerkennung durch die Kollegen, vom Karriereerfolg (Beförderung), von Gehaltserhöhungen etc.

Leistungsmotivation

 
Ein Motiv hat in unserer Gesellschaft besonders viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, das Leistungsmotiv. Leistung erbringen ist in unserer Gesellschaft ein wichtiges Ziel, eine Art kleinster gemeinsamer Nenner der gesamten Gesellschaft. Daher lernt schon das Kind in seiner Sozialisation (Erziehung) Leistungstreben und erwirbt eine Leistungsmotivation. Leistungsmotivation ist das Bestreben, die eigene Tüchtigkeit in all den Tätigkeiten zu steigern, die man für wichtig hält und deren Ausführung daher gelingen oder misslingen kann. (Willig, Wolfgang, 1990, S. 101)

Leisten heißt etwas Schwieriges zustande bringen und dabei mit anderen zu konkurrieren und sie wenn möglich zu übertreffen. Wird dies erreicht, wird das Selbstwertgefühl gesteigert. Man denke dabei an den Leistungssport!
Die Bereitschaft zur Leistung trägt also eine zwiespältige Erwartung in sich, die Hoffnung auf den Erfolg, aber auch die Furcht vor dem Misserfolg! ,,Schaffe ich es oder schaffe ich es nicht?“
Die „klassischen“ Bedürfnisse sind Hunger, Durst und Schlaf. Man kann sie auch als
existentielle Bedürfnisse bezeichnen, denn die Befriedigung dieser Bedürfnisse ist eine
existentielle Notwendigkeit. Die Sucht nach etwas (z.B. Drogen) kann im schlimmsten Fall auch zu einem existentiellen Bedürfnis werden. Über den existentiellen Bedürfnissen stehen Bedürfnisse nach z.B. sozialem Kontakt, Kommunikation, Luxus, Sicherheit, Zärtlichkeit und Sex. Die Spitze der so genannten „Bedürfnispyramide“ sind Bedürfnisse nach Wertschätzung, Anerkennung und Selbstverwirklichung.